Hotel Goldner Loewe

Das Hotel „Goldner Loewe“ ist nachweislich eines der ältesten repräsentativen Gebäude des Ortes und seit jeher auch ein „Haus der Gastlichkeit“.

Als „Untere Schänke“ bezeichnet, gehörte dieses zu den Rittergütern derer von Wolfframsdorf, seinerzeit Lehensritter und Junker in Ostthüringen und auch in Köstritz. Die Schänke war Anfang des 16. Jahrhunderts eine der beiden Erbgasthöfe (auch sorbisch „Kretschmare“ genannt) dieses Rittergutes, aus welchem später das Köstritzer Schloss hervorging.

Gemeinsam mit der „Oberen Schänke“ (später „Goldener Kranich“), der Geburtsstätte von Heinrich Schütz und heutiger Forschungs- und Gedenkstätte „Heinrich-Schütz-Haus“, war die „Untere Schänke“ – (später auch „Grauer Wolf“ genannt) eine der beiden historischen Bauten, die als Ursprung der gewerblichen Köstritzer Braukunst gelten. Schon die Studenten der 1558 gegründeten Jenaer Universität wussten das gute Bier aus Köstritz zu schätzen und scheuten auch nicht einen Fußmarsch hierher.

Mehrmals wurden beide Erbschänken durch Flächenbrände zerstört, jedesmal aber zum gleichen Zwecke wieder errichtet. Mit dem Kauf der „Unteren Schänke“ durch das Haus Reuß Schleiz j. L. wurde diese zu einer der dominanten Schankwirtschaften für das seit 1696 von der „Gräflichen Hofbrauerei“ gelieferte Bier. Seit jener Zeit ist dieses Haus auch eng mit der Brauereigeschichte verbunden.

Mit dem Bau der neuen „Fürstlichen Brauerei“ wurde zur Jahrhundertwende auch das Hotel „Goldner Loewe“ großzügig im Jugendstil umgebaut. Es bekam ein weiteres Geschoss und erhielt auch seine heute noch so prägende Fassade. Das Hotel residierte in der Zeit des Bade- und Kurbetriebes als „1. Haus am Platz“ und beherbergte viele prominente Gäste. Bis auf wenige Jahre betrieblicher Pausen war das Hotel „Goldner Loewe“ stets auch ein Zentrum des öffentlichen Lebens von Bad Köstritz. Zahlreiche gesellschaftliche Ereignisse und feierliche Anlässe sorgten für einen landesweit bekannten guten Ruf.


Nach 1990 folgten Jahre ungewisser Zukunft mit häufig wechselnden Besitzern und Pächtern. 1998 wurde das Hotel grundhaft nach modernsten gastronomischen Konzeptionen – bei Beachtung der denkmalpflegerischen Vorgaben – komplett saniert und zu einem der attraktivsten Hotels der Region ausgebaut. Es öffnete wieder am 27. November 1999 für den Besucherverkehr.

Eine Besonderheit ist die Benennung der Räumlichkeiten. So tragen die Zimmer keine Nummern, sondern Namen von Köstritzer Persönlichkeiten und Sehenswürdigkeiten, wie: H. Schütz, J. Sturm, G. Benda oder Palais, St. Leonhard, Dahlien-Suite und Reussen-Galerie.

Weitere Informationen: http://www.hotel-goldnerloewe.de

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